Bei uns gibt es jede Menge Natur. Wildschweine wachsen massenweise im Wald. Leider stehen nur noch Kühe und keine Schweine mehr auf den Weiden. Gemütliche Fahrradtouren führen im Frühjahr bis ins Aulatal. Ein heißer Sommer lässt sich im Boot auf der Fulda aushalten oder man gönnt sich ein Bad im Fluss und kann anschließend die Ruhe im eigenen Garten genießen. Der Wald lockt im Herbst beim Wandern mit köstlichen Pilzen. Im Winter kann man sehen, wo sich Fuchs und Hase „Gute Nacht“ sagen.
Wir leben und wohnen da, wo andere Leute Urlaub machen.
Ein bisschen Vorbereitung für Ostern und einen Enkelgeburtstag muss schon sein. Zunächst kümmere ich mich um die Soleier, die sich in kleinen Portionen aufgeteilt auch gut als Ostermitbringsel für die Erwachsenen eignen..
Zutaten:
12
Eier
1,2 Liter
Wasser
50 g
Salz
5 Körner
Piment
10 Körner
Pfeffer
1 TL
Senfkörner
1Handvoll
Braune Zwiebelschalen
1 Zweig/e
Frischer Oregano
1 Zweig/e
Frischer Liebstöckel
1 Zweig/e
Frischer Rosmarin
3 Zweig/e
Frischer Thymian
Zubereitung
Eier 10 Minuten lang hart kochen und abschrecken. Sobald man sie anfassen kann, mit einem Teelöffel rundherum leicht anschlagen, dass sie kleine Risse bekommen und in einem hohen Gefäß vorsichtig stapeln. Kräuter waschen und zusammen mit den Gewürzkörnern zu den Eiern geben. Die 1,2 Liter Wasser mit dem Salz und den Zwiebelschalen aufkochen. Anschließend den Sud durch ein Haarsieb noch heiß aber nicht mehr kochend über die Eier geben. Die Zwiebelschalen dürfen entsorgt werden, das Wassr ist natürlich eingefärbt und aromatisiert worden. Die Eier mindestens 3 Tage durchziehen lassen. Die Eier können wie Soleier mit Senf oder mit Essig und Öl gegessen werden, oder aufs Brot aufgeschnitten oder einfach so verputzt werden.
Arbeitszeit:
ca. 15 Min.
Ruhezeit:
ca. 3 Tage
Nebenbei wird noch ein Biskuitteig oder Tortenboden für den Geburtstagskuchen vorbereitet und mit leckeren Mini-Windbeuteln bestückt, mit gekauften Früchten garniert und anschließend mit der Hälfte der Quark- Sahne- Mischung aus der Oma- Ria- Käsesahnetorte gefüllt. Dann über Nacht stehen gelassen und mit einer Ganache überzogen…
Kurz gewartet und bevor diese Schicht ganz erstarrt ist, mit Süßkram nach den Vorlieben des Geburtstagskindes dekoriert. Fertig.
Wie schon kurz erwähnt haben wir Rentner ein neues Hobby: Brot backen. Mit einem neuen Backbuch starten wir durch und es gibt fast nur noch Selbstgebackenes.
Mein persönlicher Favorit neben dem klassischen Roggenmischbrot ist das leicht abgewandelte „Rheinische Schwarzbrot“ aus Jo Semolas Backbuch „Wake and Bake“. Mein Kombi-Rezept geht so:
25g Chiasamen 50g Leinsamen
In eine kleine Tasse geben und mit warmen Wasser übergießen
150g Dinkel-Vollmehl 50 g Hagebuttenmehl 75g Sonnenblumenkerne 50g Kürbiskerne
Zuerst in die Rührschüssel geben und trocken mischen
10g Salz 100g Zuckerrübensirup
Salz unterrühren und zuletzt den Sirup hinzufügen
Alles zügig und gut vermengen!
Hier folgt eine ausführliche Anleitung für das Backen:
Zunächst 25g Chiasamen und 50g Leinsamen (geschrotet, dunkel oder golden) in eine Tasse geben und mit heißem Wasser übergießen und eine mindestens eine halbe Stunde quellen lassen.
Inzwischen 200g Dinkelkörner,200g Roggenkörner sowie 75g Buchweizen grob mahlen.
500g Buttermilch und ca. 1g frische Hefe zusammenrühren.
150g Dinkel-Vollmehl, 50 g Hagebuttenmehl,75g Sonnenblumenkerne, 50g Kürbiskerne zusammen mit 10g Salz und 100g Zuckerrübensirup in eine große Rührschüssel geben, die selbst gemahlenen Körner und die aufgequollenen Samen hinzufügen und mit der Buttermilch-Hefe-Mischung zusammenrühren (lassen).
Anschließend die Schüssel abdecken und eine Stunde bei Raumtemperatur gehen lassen.
Inzwischen eine Kastenform mit Deckel mit Öl einstreichen.
Den Teig einfüllen und glattstreichen und bei Zimmertemperatur 8 bis 12 Stunden ruhen lassen.
Den Backofen auf 150 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und die Teigoberfläche mit Wasser bestreichen. Den Deckel wieder aufsetzen.
Das Brot zweieinhalb Stunden backen lassen!
Das Brot abgekühlt aus der Form stürzen und noch mindestens 12 Stunden ruhen lassen, bevor es angeschnitten werden sollte.
Ich habe mit der Zusammensetzung etwas experimentiert, aber die Gesamtsumme der körnigen Zutaten bei 200g bis 250g belassen und das Gewicht des gemahlenen bzw. geschroteten Getreide von 675g nicht überschritten.
Schmeckt nussig und lecker – herzhaft oder süß belegt.
Mit Übernachtgare und kleinen Kuchen ergibt sich ein großer Backtag.
Das neue Jahr beginnt im Norden mit wunderschönen Polarlichtern und bei uns mit klirrender Kälte. Gleich am ersten Feierabend liegt Schnee auf meinem Auto. Nach den Hunderunden in der Kälte bleiben wir lieber drinnen und backen unsere Lieblingskuchen und natürlich weiterhin herzhaftes Roggenbrot sowie das inzwischen übliche Toastbrot. Leider war unser Lieblingshandkäse ausverkauft, so dass wir ihn jetzt selbst herstellen mussten. Und das geht ganz einfach so:
Zunächst den Quark in einem Tuch oder Matesäckchen über ein Sieb mindestens zwei Tage abtropfen lassen, eventuell mit einem Teller und einem Gewicht etwas Druck ausüben, um die Molke schneller abfließen zu lassen. Die Molke regelmäßig mindestens zweimal am Tag weggießen.
Am dritten Tag den Quark mit Salz, Natron undd Kümmel mit den Knethaken des Handrührers vermengen, eine Stunde ruhen lassen. Erneut rühren und anschließend kleine Handkäse formen und auf ein Holzbrett legen. Mit einem Fliegengitter schützen.
Bei Zimmertemperatur über Nacht ruhen lassen und am nächsten Morgen wenden. Mindestens noch einen weiteren Tag reifen lassen und wieder wenden, bevo der Handkäse angerichtet oder in Öl eingelegt werden kann.
Guten Appetit!
… und schon gibt es wieder eine Reise in den Norden mit Hundekuscheln und erfrischenden Spaziergängen.